Was genau sind Social Networking Dienste? Hier eine Definiton aus einem anderen Blog:
„Als Social-Networking-Dienste (Social-Networking-Services, SNS) werden Anwendungssysteme bezeichnet, die ihren Nutzern Funktionalitäten zum Identitätsmanagement (d.h. zur Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils) zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern (und so die Verwaltung eigener Kontakte) ermöglichen.“
Darunter dürfen sich Plattformen wie myspace, facebook, Linkedin, Orkut, Xing und netlog…aber auch Blog-Dienste wie dieser hier (also wordpress) einreihen.
Freunde und eine Community finden im Internet ist vermutlich der Hauptmotor bei der Verbreitung solcher Dienste unter den Jugendlichen. Sehr viele schreiben aber auch Tagebücher. Was früher gut versteckt wurde, stellen die net kids ins Netz der Netze. In der Blogger Szene werden gemäss Jeffrey Henning etwa 60 % (2005) aller Blogs von Teenagern – vor allem Mädchen – geschrieben. Auch bei anderen Social Networking Plattformen scheinen nach einer amerikanischen Studie Mädchen zu dominieren.
Jüngere Mädchen verschönern ihre Profile gerne mit Glitter-Kunstwerken.

Etwas ältere Mädchen benutzen Social Networking Dienste aber auch zum vermeintlich unbedenklichen Flirten oder zum Austesten ihrer sexuellen Wirkung.
Viele Social Networking Dienste kümmern sich nicht um Datenschutz, geschweige denn um Jugendschutz. Bei facebook ist bei der Anmeldung everyone statt privacy voreingestellt und seit September 2007 sind die Facebook User mit dieser Einstellung sogar googlebar (SpiegelOnline). So publiziert ein beträchtlicher Teil der Jugendlichen aus Unachtsamkeit völlig ungewollt seine Inhalte im Internet. Das Medienkulturzentrum Dresden liefert ein paar nützliche Tipps zu Facebook, um solche und andere unangenehme Dinge zu verhindern.
Cory Doctory fasst das Grundproblem dieser Plattformen treffend zusammen:
Facebook and other social networks have built-in self-destructs: They make it easy for you to be found by the people you’re looking to avoid.
Dies Illustrierte Im März 2008 folgende Schlagzeile der Pendlerzeitung „NEWS“ :
„Seebach-Opfer provoziert im Netz“
Die Pendlerzeitung liefert gleich noch laszife Posen-Bilder des Mädchens aus dem Community-Blog auf Netlog. Jetzt spätestens wissen es auch alle in der Offline Welt und die Diskussion um den Fall Seebach bekommt eine wunderliche Wendung. Kennt dieser Journalist das sexuelle Schutzalter nicht? Die Provokationen diese Mädchens im Netz sind die Provokationen einer erwachenden Sexualtät und sollten aus informationsethischen Gründen auch nicht recherchiert werden.
Mehr zum Schutzalter und Sexualität.